Die vorliegende Vorlage 0575/2023/5 des Amtes für Soziales und Wohnen sieht die Entwicklung einer „Essener Demenzstrategie“ sowie die Einrichtung einer Koordinierungsstelle Demenz vor. Ziel der Initiative ist die Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Demenz, die Unterstützung pflegender Angehöriger sowie die Vernetzung lokaler Akteure. Die Strategie orientiert sich dabei an der Nationalen Demenzstrategie des Bundes. Die geplante Koordinierungsstelle soll als strukturelle Einheit die operative Umsetzung steuern und fachbereichsübergreifende Arbeitsgruppen in den Bereichen Öffentlichkeit, Netzwerkarbeit, Daten und Beratung leiten.
Der Beschlussvorschlag sieht vor, dass der Seniorenrat, der Ausschuss für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Integration sowie der Rat der Stadt die Entwicklung der Strategie und die Einrichtung der Stelle zur Kenntnis nehmen. Die Beratung der Vorlagen soll durch eine Steuerungsgruppe sowie externe Partner, darunter das Geriatriezentrum Haus Berge und die Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände Essen, erfolgen.
Zu den Aufgaben der Koordinierungsstelle gehören die Erfassung von Bedarfen und Versorgungslücken, die Steuerung von Hilfsangeboten sowie die Entwicklung von Lotsenstrukturen und Beteiligungsformaten. Zudem soll die Stelle die Vernetzung regionaler und überregionaler Akteure sowie die Geschäftsführung der Steuerungsgruppe übernehmen. Die Personalkosten werden mit bis zu 80.074 Euro veranschlagt, wobei die Finanzierung für 2024 im Rahmen der Haushaltsplanaufstellung im Fachbereich 50 vorgesehen ist. Für die Arbeitsplatzausstattung sind Sachkosten in Höhe von 14.000 Euro vorgesehen.