Kinderschutz in Essen
✦ KI-Zusammenfassung
Die vorliegende Vorlage des Jugendamtes (1118/2026/4) enthält einen Bericht über die Entwicklungen der Kinderschutzpraxis in Essen für den Zeitraum von 2021 bis 2025. Der Bericht wird den zuständigen Ausschüssen, dem Inklusionsbeirat sowie dem Ausschuss für Schule und Bildung zur Kenntnisnahme vorgelegt.
Im Jahr 2025 wurden durch den Allgemeinen Sozialdienst 3.378 Gefährdungsmeldungen geprüft, was einem Anstieg von knapp 21 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. In 1.698 Fällen wurde eine Kindeswohlgefährdung festgestellt. Die Meldungen durch Schulen beliefen sich auf 598, während Polizei, Gericht und Staatsanwaltschaft 739 Meldungen einbrachten. Meldungen durch Minderjährige verdoppelten sich im Vergleich zum Vorjahr auf 83.
Innerhalb der erfassten Gefährdungen wurden 771 Fälle psychischer Misshandlung, 767 Fälle von Vernachlässigung, 702 Fälle körperlicher Misshandlung sowie 108 Fälle sexualisierter Gewalt dokumentiert. Bei den Inobhutnahmen nach § 42 SGB VIII entfielen etwa 51 % auf die Altersgruppe der 14- bis 17-Jährigen. Als Gründe für Inobhutnahmen wurden unter anderem Überforderung (27,45 %), körperliche Misshandlung (15,89 %) und Vernachlässigung (15,68 %) identifiziert.
Der Bericht verzeichnet zudem einen Anstieg der Anrufe beim Kinder- und Jugendnotruf auf einen Wert von etwa 2.225 im Jahr 2025. Auch die anonyme Fallberatung erreichte mit 478 Fällen den höchsten Wert des Berichtszeitraums. Die Verwaltung gab an, dass die Nachfrage durch eine personelle Aufstockung ab November 2025 bewältigt werden konnte. Zukünftige Schwerpunkte des Jugendamtes liegen in der Qualitätsentwicklung, der Erstellung von Schutzkonzepten und der Stärkung von Netzwerkstrukturen.
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Beratungsfolge
- 08.09.2026kein Ergebnis hinterlegt
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