Integriertes Entwicklungskonzept "Zukunft.Essen.Innenstadt" - Aufnahme des Leitprojektes "Betreute Aufenthaltsfläche Hoffnungstraße"; hier: Weiterentwicklung zu einer Toleranzzone
1188/2026/GRÜNE · Antrag Rat / Ausschüsse / BVen · 08.07.2026 · Amt für Ratsangelegenheiten und Repräsentation
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Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat mit der Vorlage 1188/2026/GRÜNE einen Antrag an den Rat der Stadt Essen gestellt. Die Fraktion fordert die Verwaltung auf, sich gegenüber dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Bund für rechtliche Spielräume einzusetzen, um ein Modellprojekt „Toleranzzone Hoffnungstraße“ zu realisieren. Dieses Projekt soll nach dem Vorbild des „Zürcher Modells“ eine kontrollierte Weitergabe von Drogen („Mikrohandel“) unter Suchtkranken innerhalb der betreuten Aufenthaltsfläche an der Hoffnungstraße oder in den Räumlichkeiten der Suchthilfe Essen ermöglichen. Ziel ist es, Konsum und Beschaffung aus dem öffentlichen Raum in die Strukturen der Suchthilfe zu verlagern und das Projekt wissenschaftlich zu evaluieren.
Darüber hinaus beantragt die Fraktion, die Einrichtung weiterer Tagesruhebetten in den Räumen der Suchthilfe Essen zu prüfen. Als Begründung führt die Fraktion Veränderungen in der Essener Drogenszene durch zunehmenden Crack-Konsum sowie die daraus resultierenden Herausforderungen für Anwohner, Gewerbe und Besucher an. Durch die räumliche Bündelung von Hilfsangeboten und die Schaffung einer Toleranzzone sollen die Sicherheit und Sauberkeit in der Innenstadt erhöht und der Zugang zu Hilfestrukturen für suchtkranke Menschen verbessert werden.
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