Sachstand zur Versorgung der Essener Bevölkerung durch Apotheken
✦ KI-Zusammenfassung
Der Bericht des Gesundheitsamtes zum Sachstand der Apothekenversorgung in Essen dokumentiert einen Rückgang der Apothekenzahl von 163 im Jahr 2005 auf aktuell 114 Betriebe. Dies entspricht einem Rückgang von 30 Prozent. Mit 19 Apotheken pro 100.000 Einwohner liegt die Versorgungsdichte in Essen unter dem Bundesdurchschnitt von 21. Als Ursachen für diese Entwicklung werden steigende Kosten für Personal, Miete und Energie sowie stagnierende Einnahmen bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln angeführt. Zudem erschweren Lieferengpässe und der Mängel an Nachfolgern für alternde Apothekeninhaber die Sicherstellung der Standorte. Im Jahr 2024 konnten für zwei Inhaberwechsel keine Nachfolger gefunden werden.
Trotz des Rückgangs wird die bestehende Versorgungsstruktur als qualitativ hochwertig eingestuft. Die Apotheken leisten Dienste wie die 24/7-Versorgung von Palliativpatienten in vier Betrieben oder Impfangebote. Die Aufsicht über die Apotheken obliegt der unteren Gesundheitsbehörde. In Kooperation mit den Städten Mülheim und Oberhausen übernehmen die Amtsapothekerinnen des Gesundheitsamtes Essen die Überwachung der Arzneimittel und die Apothekenaufsicht. Sie arbeiten zudem in regionalen Projekten, etwa zum Entlassmanagement zwischen stationärer und ambulanter Versorgung, zusammen. Der Ausschuss für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Integration sowie der Inklusionsbeirat sollen den Bericht zur Kenntnis nehmen.
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