Kostenerhöhung für die naturschutzrechtliche Kompensation (monetäre Bemessung des Ökopunktes) sowie Einführung des LANUK-Verfahrens für die Biotopwertberechnung
✦ KI-Zusammenfassung
Die Stadtverwaltung Essen plant eine Anpassung der Kosten für die naturschutzrechtliche Kompensation sowie den Wechsel des Bewertungsverfahrens für Biotopwerte. Aufgrund gestiegener Preise für Planung, Umsetzung und dauerhafte Pflege soll der Wert für die Bereitstellung von Kompensationsflächen aktualisiert werden. Der bisherige Leitfaden aus dem Jahr 2000 sah Kosten von 12,78 Euro pro Quadratmeter vor. Die neue Berechnung geht von durchschnittlichen Gesamtkosten in Höhe von 31,75 Euro pro Quadratmeter aus. Dies entspricht einem Erstattungswert von 2,89 Euro pro Ökopunkt nach dem bisherigen Essener Modell. Eine Aktualisierung der Kosten soll künftig in einem dreijährigen Turnus erfolgen.
Parallel dazu wird die Einführung des LANUK-Verfahrens zur Biotopwertberechnung vorgeschlagen. Dieses Verfahren ist im Rest von Nordrhein-Westfalen sowie bei Planungsbüros etabliert und soll das bisherige „Essener Modell“ ersetzen, um den Verwaltungsaufwand zu verringern. Für die Umstellung wird ein Umrechnungsfaktor von 3,5 angewandt, woraus sich ein neuer Wert von 10,12 Euro pro Ökopunkt ergibt. Laufende Verfahren werden nach dem bisherigen System abgeschlossen, während neue oder langfristige Projekte auf das LANUK-Verfahren umgestellt werden sollen. Die Vorlage liegt dem Beirat der Unteren Naturschutzbehörde sowie dem Ausschuss für Umwelt, Klima- und Verbraucherschutz zur Kenntnisnahme vor.
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