Verschiebung von Dimensionen: Zunahme komplexer Unterstützungsbedarfe von Kindern und Jugendlichen an Essener Schulen - Anforderungen an eine koordinierte Gesamtstrategie
✦ KI-Zusammenfassung
Die Vorlage 1628/2026/4 befasst sich mit der Zunahme komplexer Unterstützungsbedarfe bei Kindern und Jugendlichen an Essener Schulen. Eine Befragung von 112 öffentlichen Schulen, an der 76,2 % der Schulleitungen teilnahmen, dokumentiert eine Zunahme von Gewaltphänomenen, psychosozialen Belastungen und sprachlichen Defiziten. Laut der Auswertung nehmen 69,3 % der Schulleitungen eine Zunahme von demokratiefeindlichen oder extremistischen Vorfällen wahr, wobei rassistische Äußerungen mit 71,9 % und sexistische Äußerungen mit 63,2 % am häufigsten genannt wurden.
Der Beschlussvorschlag sieht vor, dass die Ausschüsse für Recht, öffentliche Sicherheit und Ordnung, Jugendhilfe sowie Soziales, Arbeit und Gesundheit die Sachverhaltsdarstellung zur Kenntnis nehmen. Der Ausschuss für Schule und Bildung soll die Darstellung ebenfalls zur Kenntnis nehmen und die Verwaltung beauftragen, ein systemübergreifendes Handlungskonzept zu erarbeiten. Dieses soll im ersten Halbjahr 2027 den Ratsgremien zur Entscheidung vorgelegt werden und die Bündelung von Daten sowie die Stärkung interinstitutioneller Kooperationen zum Ziel haben.
Die geplanten Maßnahmen umfassen präventive Ansätze im Vorschulbereich, die Begleitung des Übergangs von Kitas zu Grundschulen sowie die Förderung der Extremismusprävention und die Intensivierung der Arbeit des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Zudem soll eine Überprüfung rechtlicher Rahmenbedingungen im Schulrecht, der Elternverantwortung und bei Schulwechselprozessen erfolgen. Ziel ist die Erstellung eines Positionspapiers zur Benennung von Ressourcen-, Personal- und Anpassungsbedarfen. Kurzfristig sollen Schulvertretungen in Austauschformate eingebunden und die überarbeitete Kooperationsvereinbarung Jugendhilfe-Schule bekannt gemacht werden.
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Beratungsfolge
- 10.11.2026anstehend
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