Haus des Jugendrechts - Jahresbericht 2023
✦ KI-Zusammenfassung
Der Jahresbericht 2023 zum „Haus des Jugendrechts Essen“ wurde den zuständigen Ausschüssen zur Kenntnisnahme vorgelegt. Die Einrichtung, in der die Stadt Essen, die Polizei und die Staatsanwaltschaft seit 2018 gemeinsam arbeiten, verfolgt das Ziel, strafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen junge Intensivtäter zu beschleunigen und deren Rückfall zu verhindern. Das Programm richtet sich an Jugendliche und Heranwachsende zwischen 14 und 20 Jahren aus Essen und Mülheim an der Ruhr, die innerhalb von zwölf Monaten mindestens fünf Straftaten eines definierten Deliktspektrums begangen haben.
Ein zentraler Bestandteil ist die personengebundene Sachbearbeitung durch die Jugendgerichtshilfe, die Polizei und die Staatsanwaltschaft. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 122 junge Intensivtäter aus Essen und Mülheim betreut, was einen Anstieg gegenüber den 93 Personen im Vorjahr darstellt. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 befanden sich 92 Personen im Programm, wovon acht in Haft oder Untersuchungshaft waren. Eine Rückfalluntersuchung von im Jahr 2021 entlassenen Jugendlichen zeigte, dass 32 % der betrachteten Personen über einen Zeitraum von zwei Jahren straffrei blieben.
Zusätzlich wird über die Initiative „Kurve kriegen“ berichtet, die präventiv bei Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 15 Jahren ansetzt. Bis Dezember 2023 nahmen 96 Personen an diesem Programm teil oder wurden betreut. Zudem umfasst der Bericht das Projekt „360°“ zur Prävention von Clankriminalität, in dessen Rahmen aktuell sieben Kinder pädagogisch begleitet werden.
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