Bericht zu „Wenn nur noch Steine bleiben“ und „Wenn nicht mal mehr Steine bleiben“: Schüler*innenprojekte zur NS-Erinnerungskultur in Essen
✦ KI-Zusammenfassung
Die vorliegende Vorlage (1717/2024/4) des Kulturamtes berichtet über die Entwicklung der Schülerprojekte zur NS-Erinnerungskultur in Essen. Das erste Projekt „Wenn nur noch Steine bleiben“ (2016–2021) befasste sich mit den Biografien von 82 NS-Opfern, die auf den Essener Zentralfriedhöfen Parkfriedhof, Südwestfriedhof und Terrassenfriedhof bestattet sind. Seit dem Schuljahr 2016/17 erfolgt die Durchführung in Kooperation mit Schulen, dem Haus der Essener Geschichte, dem Stadtarchiv sowie dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die Finanzierung wurde durch das Kulturbüro der Stadt Essen und die Sparkasse Essen sowie die Firma Deichmann SE ermöglicht, wobei letztere aus dem Projekt ausgeschieden ist.
Das Nachfolgeprojekt „Wenn nicht mal mehr Steine bleiben“ konzentriert sich auf die Ermittlung weiterer Namen von KZ-Opfern mit Bezug zu Essen. Durch Datenbankabfragen in Lagern wie Dachau oder Neuengamme wurden bereits etwa 400 Datensätze identifiziert. Für die Projektphase 2024/25 sind insgesamt 122 Biografien in Bearbeitung, an denen über 400 Schülerinnen und Schüler beteiligt sind. Ein Zusatzprojekt rekonstruiert in Kooperation mit dem Haus jüdischer Kultur in der Alten Synagoge und einem Team des Burggymnasiums die Ereignisse der Reichspogromnacht anhand von Originaldokumenten. Seit 2023 übernimmt der Verein „Mnemosyne – Forum für Erinnerungskulturen e.V.“ die Projektleitung. Eine neue Projektschiene befasst sich mit der Aufarbeitung von Orten der NS-Geschichte in Essen, wobei die Ergebnisse in künstlerische Aktionen einfließen sollen. Der Beschlussvorschlag sieht vor, dass der Kulturausschuss, der Ausschuss für Schule, Bildung und Wissenschaft sowie der Jugendhilfeausschuss den Bericht zur Kenntnis nehmen.
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Dokumente
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Beratungsfolge
- 11.02.2025Kenntnis genommen
- 11.12.2024Kenntnis genommen
- 10.12.2024Kenntnis genommen
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